Schriften zur Mediation


Jürgen Feldmann

Außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren im privaten Baurecht

Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit? Trotz neuer alternativer Methoden der Konfliktbeilegung und teils heftiger Kritik am Bauprozess ist im Konfliktfall der Weg zu den staatlichen Gerichten noch immer die Regel. Anhand einer vergleichenden Betrachtung der zur Verfügung stehenden Instrumente alternativer Konfliktbeilegung einerseits und des Bauprozesses andererseits wird in dieser Untersuchung aufgezeigt, ob und unter welchen Voraussetzungen welche Formen der Streitbeilegung für die Beteiligten als Alternative zum staatlichen Bauprozess geeignet sein können.

2014, 414 S., kart., 69,– €, 978-3-8305-3442-6

 

 

Steffen P. J. Jänicke

Wirtschaftsmediation in Deutschland und Frankreich unter besonderer Berücksichtigung der Handelskammern von Hamburg und Paris

Die Arbeit stellt erstmals in der Geschichte der modernen Wirtschaftsmediation die deutsche und französische Mediationslandschaft
vergleichend nebeneinander und zeigt Berührungspunkte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Die Untersuchung verfolgt das Ziel, Optimierungsvorschläge der Wirtschaftsmediation auf gesetzlicher und privatrechtlicher Ebene in beiden Ländern zu unterbreiten; dabei wurden historische, rechtsvergleichende sowie kontextuelle Aspekte untersucht.

2014, 328 S., kart., 63,– €, 978-3-8305-3443-3

 

 

Friedrich Dauner

Qualitätssicherung der Mediation: Im Spannungsfeld von Markt und Regulierung

Sobald von Mediation die Rede ist, stellt sich unweigerlich die Frage nach der Qualität. Nach Jahren kontroverser Diskussion haben sich die europäische Mediationsrichtlinie und das deutsche Mediationsgesetz der Thematik angenommen, allerdings vorwiegend unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes. In der Mediatorenschaft wird der Qualitätsbegriff häufig aus dem Wunsch nach Abgrenzung gegenüber anderen Verfahren benutzt. Der Ausbildungsmarkt ruft ebenfalls nach Qualität, versteht darunter aber Standards mit entsprechenden Zertifikaten. Auf der Rechtsanwendungsebene führt der Qualitätsbegriff schließlich zu Fragen der Haftung oder der Auslegung gesetzlicher Pflichten. Fast alle Beteiligten glauben an Lösungen durch rechtliche Regelungen. Die vorliegende Untersuchung stellt diese Annahme auf den Prüfstand und setzt sich mit der Frage auseinander, ob der Qualitätsbegriff überhaupt zur rechtlichen Regulierung geeignet ist.

2015, 252 S., kart., 52,– €, 978-3830536222

 

 

Alexander Segura

Mediation in der Polizei – Konflikt in der Kooperation
Die polizeiliche Wahrnehmung der Mediation, die spezifischen Erwartungen für ihre Inanspruchnahme, die Erfahrungen und die Bedürfnisse von Polizisten sind bisher weitgehend unbekannt. Diese Wissens- und Erkenntnisdefizite betreffen sowohl die Unternehmen Polizei als auch die Mediatoren selbst. Zur Aufhellung dieser Defizite wurden Polizisten im Rahmen einer bundesweit angelegten, explorativen Studie befragt.

2014, 384 S., kart., 69,– €, 978-3-8305-3403-7

 

 

 

Birgit Gunia Hennecken

Mediation und Menschen mit Handicap

Mediation wurde bisher in den mannigfaltigen Situationen von den unterschiedlichsten Personen erfolgreich eingesetzt. Menschen mit Handicap blieben jedoch von dieser Entwicklung weitgehend unberücksichtigt. In der Theorie und der Praxis der Mediation wurde die Auffassung vertreten, wer von einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung betroffen sei, könne von einem selbstständigen Konfliktlösungsverfahren nicht profitieren. Die vorliegende Arbeit nimmt diese Meinung zum Anlass, mit reichem Praxisbezug einen Einblick in die tatsächlichen und rechtlichen Möglichkeiten zu geben, Menschen mit Handicap an einer Mediation zu beteiligen.