Symposion 2002

Bereits im Jahre 2002 unterstützte das Institut zusammen mit dem Justizministerium NRW den ersten Forschungskongress des Contarini-Instituts für Mediation und der Deutschen Gesellschaft für Mediation, der am 13. Juni 2003 im nordrhein-westfälischen Landtag unter dem Titel „Mediation und ihre Implementierung in Deutschland und Europa“ stattfand. Ziel der Veranstaltung war eine „illusionslose Bestandsaufnahme“, so damals Institutsdirektorin Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen. In einer hochkarätigen Podiumsdiskussion diskutierten der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Dr. Michael Vesper, Staatssekretär des Justizministeriums NRW, Dieter Schubmann- Wagner, Hans Koschnick, ehemaliger EU-Administrator von Mostar, die FDP-Bundestagsabgeordnete Gisela Piltz und Dr. Norbert Orth, Vorsitzender des Rechtsausschusses im Landtag, wie die Politik mit Konflikten umgeht. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, inwieweit konsensorientierte Methoden möglich sind.

In seinem Vortrag beleuchtete der Vizepräsident des Deutschen Fußballbunds Alfred Sengle ein Anwendungsfeld von Mediation, das im Fußball zur Gewaltprävention beiträgt. Vorträge von Prof. Dr. Christiane Simsa zur Schulmediation und Prof. Dr. Joseph Duss-von Werdt zur Familienmediation zeigten den jeweiligen Stand der Implementierung auf. Wie aktuell die auf der damaligen Veranstaltung diskutierten Probleme sind, zeigt sich in der heutigen Diskussion: Gerade im Fußballsektor sind die Gewaltprobleme längst nicht gelöst.